Das Schreckgespenst gegenderter Sprache

Naja… Gender ist aber dann dich oft mal eine Vergewaltigung der deutsche Sprache. Mehrzahlen sind per Se Geschlechtsneutral, also kein Grund zu Gender, weil automatische beide Geschlechter einbezogen sind.
Beispiel: Der Autor, die Autorin, die Autoren.
Einzahlen Geschlechtsspezifisch zu benutzen finde ich völlig in Ordnung, aber Pfoten weg von den Mehrzahlen, liebe Leser!

Nike Leonhard - Fantasy und Historisches

Gendern? hat die Autorenwelt in einem Artikel gefragt, in dem sich Sandra Uschtrin dafür ausspricht und Andreas Eschbach dagegen. Bereits der bloße Akt der Unterwerfung unter eine politisch begründete Sprachregelung sei falsch, schreibt er. Kunst müsse frei sein. Wer ideologischen Sprachregeln folge, schaffe Propaganda, keine Kunst. Das „Gendern“ sei Ideologie, behauptet es doch, die Sprache „gerechter“ zu machen und die Welt gleich mit. Dabei mache es die Sprache in erster Linie formelhaft und hässlich.

Vor zwanzig Jahren hätte ich vermutlich zugestimmt, zumal ich mich auch heute noch mit dem großen Binnen-I schwer tue und Sterne nur am Himmel schön finde.*
Heute sehe ich das etwas differenzierter und in der Differenzierung fällt auf, dass bei der grundlegenden Abwehr drei Behauptungen vermischt werden. Dabei fange ich mal von hinten an:

  1. Gendern macht die Sprache formelhaft und hässlich.
  2. Gendern sei Ideologie.
  3. Gegenderte Sprache sei Propaganda.

Daraus folgt im Umkehrschluss, dass Eleganz und Leichtigkeit der Sprache durch…

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Über Neko

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Eine Antwort zu Das Schreckgespenst gegenderter Sprache

  1. solera1847 schreibt:

    Ich kann die Argumentation gut nachvollziehen, dennoch stimme ich aus rein pragmatischer Sicht (und vermutlich altersbedingt) Herrn Eschbach zu: Für mich klingt die beide Geschlechter berücksichtigende Formulierung stets gestelzt und umständlich. Das heißt nicht, dass sie nicht ihre Berechtigung besäße – gerade im Gesetzestext und anderen für die breite Öffentlichkeit gedachten Schriftstücken ist die gegenderte Schreibweise sicherlich angebracht. Doch im Roman, in der Unterhaltungsliteratur im Allgemeinen, da *möchte* ich das nicht lesen. Sonst fühle ich mich wie in einem politischen Seminar.

    Gefällt 1 Person

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