Völker, Rassen und Geschlechter

Ich hätte als Titel auch „Andere Völker, andere Titten“ verwenden können, nur um die Klicks zu erhöhen, aber ich glaube das wäre ein wenig kontraproduktiv. Ich hab mich ja jetzt schon über Regierungsformen ausgelassen und nun sind eben Unterschiedliche Völker dran. Allerdings werde ich nun nicht über Elfen, Zwerge, Zyklopen oder irgendwelche Buschstämme aus Südostamerika schreiben. Die kennt ja jeder mehr oder weniger. Ich möchte mich heute mit dem seltenen Phänomen der Monogeschlechtlichen Spezies zuwenden.

Berühmtestes Beispiel dürften aktuelle die Asari aus Mass Effect sein. Ein Volk das nur aus weiblichen Wesen besteht und sie mit jeder anderen Spezies im All fortpflanzen kann, wobei die Nachkommen immer Asari sind und nur ein paar wenige Charaktereigenschaften vom Vater erben.

Damit wären wir aber auch schon bei einem Grundlegenden Problem von Monogeschlechtlichen Spezies: Der Nachwuchs!
Die Spezies muss in der Lage sein sich fortzupflanzen. Im Fälle der Asari können sie das auch mit Ihresgleichen. Falls dieses nicht möglich ist, benötigt ein solches Volk eine quasi symbiotische Beziehung mit einem anderem Volk um Nachwuchs zu erzeugen. Bei einer rein weiblichen Spezies ist das ja noch alles recht einfach.

Und was wenn wir eine rein männliche Spezies haben? Die können ja ruhig untereinander Sex haben, nur mit dem Nachwuchs wird’s trotzdem nicht klappen. Auch nicht wenn sie es wie die Asari psionisch theoretisch machen könnten. Eine rein männliche Spezies ist also zwingend auf eine Wirtsspezies für den Nachwuchs angewiesen. Außer sie pflanzen sich durch Zellteilung fort, aber das wäre etwa arg abgedreht.

Es gibt da aber noch eine dritte Variante und zwar wären das die Hermaphroditen oder auch Zwitter. Eine Spezies bei der jeder Mitglied sowohl Mann als auch Frau ist. Die Begriffe selbst wird es da allerdings kaum geben, auch wenn ich mir durchaus vorstellen kann dass die Eltern als Mutter und Erzeuger bezeichnet werden oder so ähnlich.
Diese spezielle Form einer monogeschlechtlichen Spezies hat allerdings ein paar sehr interessantes Aspekte. Wie bereits erwähnt fallen die Definitionen von Mann und Frau weg ebenso ist das Bevölkerungswachstum relativ gut abgesichert, da jedes Erwachsenes Individuum sowohl als Mutter als auch Vater in Frage kommt.

Aus schriftstellerischer Sicht dürfte es allerdings schwer sein, eine hermaphroditische Kultur zu erschaffen. Immerhin orientieren sich viele ausgemachte Völker an menschliche Standards und die Geschlechtertrennung ist da nicht ohne. Während es recht einfach ist, einfach ein Geschlecht weg zu lassen ist es wesentlich schwerer beide Geschlechter in einer Person zu vereinen. Denke ich.

Es gibt da allerdings auch noch die Möglichkeit von Völkern mit mehr als zwei Geschlechtern. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es da eines in Star Trek. Ich hab allerdings nie herausgefunden wozu die anderen Geschlechter gut sind.

Ich hoffe ich konnte ein paar Ideen aufbringen und bin niemanden auf den Schlips getreten. Weiß durchaus das das Thema eher kontrovers ist.

schnurrig
Neko

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Über Neko

Freche kleine Katze mit einer Leidenschaft für Bücher und Geschichten :3 Meow!
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5 Antworten zu Völker, Rassen und Geschlechter

  1. Wunderwaldverlag schreibt:

    Andere Völker, andere …. Muhahahaha! Das ist politisch schon wieder so fürchterlich unkorrekt, dass ich sofort weitergelesen habe 😉 Danke für diese netten „Verschreiber“, die lockern die Szene auf.

    Gefällt 1 Person

  2. Wunderwaldverlag schreibt:

    Hat dies auf Wunderwaldverlag rebloggt und kommentierte:
    Ich oute mich hiermit als Liebhaberin der Freudschen und anderen Versprecher, Verschreiber und Gedankengänge und gestehe, dass mir der zweite Titel auch eingefallen wäre. Tja 🙂

    Gefällt 1 Person

  3. wiesenirja schreibt:

    ROTFL! Ja, mit dem Titel wären die Klicks richtig hoch gegangen! 😀
    Also, das ist mal ein hochinteressantes Thema, über das ich mir auch schon Gedanken gemacht habe.
    Ursula LeGuin hat in „Winterplanet“ eine Rasse mit wechselndem Geschlecht kreiert. Guter Ansatz! (Und unbedingt lesenswert!) Allerdings ist sie wohl doch daran gescheitert, hat den Ansatz nicht ganz zu Ende gedacht. (Sofern es nicht an der deutschen Übersetzung lag, was ich aber nicht glaube.)
    Nur kurz:
    Rein weibliche Spezies gibt es im (irdisch-realen) Tierreich, ebenfalls wohl sogar eine Spezies (Fische), in denen die Weibchen nur noch den „Begattungsreiz“ benötigen und dazu eine andere Spezies „benutzen“.
    Rein männliche Arten gehen prinzipiell auch, wenn sie sich vegetativ (das meintest Du wohl mit „Zellteilung“) fortpflanzen. – Oder per Technik! Ich empfehle McMaster Bujolds „Ethan of Athos“!!
    Auch eine Art mit 3 Geschlechtern hatte ich schon vage an-, aber nicht weitergedacht. Das wird knifflig! (Schon grundbiologisch. An die Gesellschaft will ich gar nicht denken!) Sprachlich müsste man mit neu erfundenen Personalpronomen etc. arbeiten.
    Allerdings hat man bei Pantoffeltierchen (Paramecium), die sich prinzipiell „einfach per Zellteilung“ fortpflanzen, an die 40 „Paarungstypen“ festgestellt – Näheres müsste ich nachschlagen, bzw. schauen, ob das überhaupt noch aktuell ist. Verrückte Idee jedenfalls.
    Natürlich ist es schwierig, sich in derlei hinein zu finden. Andererseits ist ja gerade das die Stärke und der Reiz von Fantasy/SF: Was-wäre-wenn-Szenarien konsequent aus–zudenken!
    Ich glaube, dieses Thema sollte ich mal häppchenweise aufgreifen. Das bietet ja Stoff für seitenlange Abhandlungen! 😉
    Irja.

    Gefällt 1 Person

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