Im Zeichen der Jäger – Jetzt als Taschenbuch

Endlich hab ich die Taschenbuchausgabe fertig! Jetzt auf Amazon verfügbar! Andre Bookstores sollten in den nächsten 4-6 Wochen folgen.

ISBN: 978-1517377090

 

Zeichen der Jägerin print

Veröffentlicht unter Im Zeichen der Jägerin | Verschlagwortet mit , | 9 Kommentare

Wie man ein Monster baut – eine einfache Anleitung

Im Grund ist das zusammenbauen eines Monsters nicht viel komplizierter als das Kochen mit einem Päckchen Knorr. Man fängt auch mit einer Basis an und erweitert sie anschließend. Nur benutzen wir kein Gulaschbasis sondern Basisängste.

Basisängste sind einfache Dinge, vor denen Menschen oft und gerne Angst haben. Klassiker wären zum Beispiel Insekten oder Reptilien und natürlich die Lebenden Toten. Es geht dabei aber weniger um das Geschöpft, sondern mehr darum, dass sie sich fremdartig verhalten. So musste in der Vergangenheit schon so ziemlich alles aus der Tierwelt als Basis für den Horror herhalten. Im Grunde bedient sich also die Monsterbasis einfach der natürlichen Ängste der Leser.

Als Basis für ein Monster benutzt man also am besten etwas unbekanntes, geheimnisvolles. Darum haben sich auch Spinnen so als Monster durchgesetzt. Wir haben nun also eine Basis, auf die unsere Leserschaft anspringen sollte. Als nächstes muss das ganze noch verfeinert werden. Natürliche kann man auch bereits mit dieser Basiskreatur arbeiten, aber der halbe Spaß ist doch, das ganze selbst zu verbessern.

Wir müssen also unser Monster noch entsprechend abschmecken. Das bedeute im Grund nichts anders, als das wir unsere genießbare Basis mit ein paar kleinen Änderung in ein einmaliges Erlebnis verwandeln. Wenn man sich jetzt für die Monsterbasis Wolf entschieden hat, kann man der Kreatur zum Beispiel drahtiges, moosgrünes Fell verpassen und blutunterlaufene, höllenschwarze Augen. Vielleicht noch ein kleines Speichelflussproblem und schon wäre das Monster etwas besonders schlabberiges.

Nachdem nun alles in einem Topf gut durchgerührt wurde, kommt nun der letzte, vielleicht entscheidendste Part: Die Präsentation. Unser Monster will ja auch entsprechend gut vermarktet werden, so nach dem Motto, das Auge isst mit oder weniger ist oft mehr. Der Trick liegt darin, den Leser möglichst lange im Unklaren über das Monster zu lassen. Man kann es erst nur durch einen Nebel erscheinen lassen, nur ein finsterer Umriss, oder man lässt ihn nur kurz die Augen sehen in einer finsteren Nacht. Nach und nach enthüllt man die Details des Monsters und erzeugt so nicht nur einen Spannungsbogen sondern lässt den Leser auch neugierig auf das Monster werden.

Dieser Beitrag wurde gesponstert von: Dr. Dr. Neko von Frankenkatz.

Veröffentlicht unter Rund ums Schreiben | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 4 Kommentare

[Mittelaltermythen] Der Ritter, der nicht aufstehen konnte

Die Rüstungen mit denen man nicht aufstehen konnte, gab es sehr wohl. Wobei diese fürs Tjosten geschmiedet waren und sich eher die Frage stellt, ob der Ritter nicht einfach nach dem Sturz vom Pferd zu bedröppelt war zum aufstehen 😉

Nike Leonhard - Fantasy und Historisches

Weil gerade mal wieder behauptet wurde, wie entsetzlich schwer eine spätmittelalterliche Rüstung gewesen sei und wie furchtbar unbeweglich ihr Träger, hier ein lustiges Video, auf dem ein Feuerwehrmann, ein Soldat und ein Ritter auf einen Hindernisparcour geschickt werden.

Für diejenigen, die die fachliche Qualifikation des Filmemachers bezweifeln und die Ritterrüstung als Filmrequisite abtun möchten: Daniel Jaquet ist Mediävist mit Schwerpunkt auf mittelalterlicher Kriegsführung und Kampftechnik. Das gezeigte Video war Teil einer Ausstellung im Militärmuseum von Schloss Morges in der Schweiz. Eine gewisse Fachkenntnis bei Herstellung und Präsentation darf daher unterstellt werden.

Ursprünglichen Post anzeigen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Warum wir Monster lieben – Ein Gastartikel von John Paxing

Es gibt natürlich da auch noch die Theorie der vererbten Erinnerung an Gefahren. Etwas anzusprechen, das nicht nur das Interesse sondern einen tief verborgenen Kern einer früheren Zeit weckt, ist irgendwo der Trick eines guten Horrors… denke ich. :3

MARCUS JOHANUS

Warum wir Monster liebenIch freue mich sehr darüber, einmal wieder einen Gastbeitrag präsentieren zu dürfen: Viel Spaß bei einem aufschlussreichen Artikel des Horror-Autors John Paxing. Mehr über John auf seinem lesenswerten Blog Jpaxing.wordpress.com.

Warum ist der Boogey-Mann für viele Menschen gruseliger ist als der gewöhnliche Mörder? Warum lauert unter dem Bett ein undefinierbares Wesen mit langen Klauenfingern und einem verzerrten Gesicht anstelle eines Wolfs? Aus demselben Grund, aus dem viele Menschen überhaupt Horror mögen: Monster machen uns nicht nur Angst, sondern auch neugierig.

So seltsam das auch klingt: Wir haben nicht nur Angst, wenn wir ein Untier am Waldrand stehen sehen, sondern wir sind auf einer gewissen Ebene auch an ihm interessiert. Ein Teil von uns kann den Blick nicht von der Kreatur abwenden, will sie beobachten und mehr über sie erfahren. Was die Gefahr durch Tiere angeht, hat die Evolution uns nämlich mit einem Mix aus Angst und Interesse ausgestattet. Die Angst…

Ursprünglichen Post anzeigen 308 weitere Wörter

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Lektorenglück: Texte, die man liebt und der Rest

Textflash - Mikaela Sandbergs unmögliche Autorenseite

Jemand hat sich gestern öffentlich darauf gefreut, dass ich künftig wieder herumätzen werde. Und u.a. diesen Blogpost hapta nu‘ davon.

Ich habe festgestellt, dass man auch als Lektorin ein solides Schmerzempfinden mitbringen sollte. Neinneinnein! Nicht, weil man mit dem Autor in den Ring steigt und es ordentlich was auf die Mütze gibt (wobei mancher verbale Schlagabtausch durchaus als Vorlage für entsprechende Literatur durchginge). Sondern weil man bei der Lektoratsarbeit mitunter sehr, öhm, emotional reagiert.

Zum Beispiel gibt es Texte, die man einfach liebt. Sie sind vielleicht nicht besonders „literarisch“ oder besonders besonders. Kann sein, dass lediglich jedes Komma da steht, wo es hingehört. Solche Texte verleiten zu lektorischer Hyperaktivität; man ist geneigt, dem Autor Geld zu überweisen, damit er ganz schnell ganz viel weiterschreibt. Noch besser wäre es, man könnte mit solchen Autoren eine Schreibgarantie auf Lebenszeit abschließen, sodass man nie wieder einen Atemzug ohne ihre Texte machen muss. Das…

Ursprünglichen Post anzeigen 184 weitere Wörter

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

NÖ = Nein ohne Diskussion

KATZENFLÜSTERN

noe-pink-wordpressJEDER Katzenhalter kennt dieses Bild.

Wenn eine Katze etwas nicht will, dann will sie nicht und sie teilt es einem auf diese unmissverständliche Art und Weise mit.

NÖ bedeutet NÖ.       NÖ = NEIN ohne Diskussion !!!

Katzen leben ihr Leben wie es ihnen gegeben wurde und gehen den Weg, den sie für richtig halten. In wievielen Situationen hättest Du in der letzten Woche am liebsten NÖ gesagt? Nö, ich habe eine andere Meinung. Nö, ich würde gerne etwas anderes tun. Nö, ich möchte nicht auch noch die 100. Überstunde machen.

Ursprünglichen Post anzeigen 109 weitere Wörter

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

[Werkstatt] Über Charakterbögen (#Autorenwahnsinn die 2.)

Ich benutze auch keine Bögen und die Infos die ich mir zu den Charakteren aufschreibe sind eher Spartanisch. Name und aussehen… viel mehr nur in den seltensten Fällen :3

Nike Leonhard - Fantasy und Historisches

Beim Autorenwahnsinn, der von Schreibwahnsinn ausgerufenen Challenge lautet die Frage diese Woche: Benutzt du Charakterbögen, um deine Charaktere zu entwickeln?

Kurz gesagt: Nein.

Jedenfalls nicht zur Entwicklung von Charakteren.

Früher habe ich es getan und dadurch auch eine ganze Menge über Figurenentwicklung gelernt. Inzwischen bin ich davon aber abgekommen.

Warum ich Charakterbögen sinnvoll finde

Das sollte ich vermutlich erklären, also fange ich mal mit den Vorteilen von Charakterbögen an. Für mich sind das im Wesentlichen drei Punkte:

  • Charakterbögen helfen vielschichtige Figuren zu entwickeln
    Der erste Vorteil eines Charakterbogens ist schon mal, dass er Anstöße gibt, sich tiefere Gedanken über seine Figuren zu machen. Ich weiß ja nicht, wie es dir beim Schreiben deiner ersten Geschichte ging, aber ich habe mir anfangs kaum Gedanken zu meinen Figuren gemacht. So lange ich noch Fanfictions über existierende Charaktere geschrieben habe, war das kein größeres Problem, aber meine ersten eigenen Figuren gerieten unerträglich flach.
    Charakterbögen…

Ursprünglichen Post anzeigen 999 weitere Wörter

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Göttin des Gerüchts soll Fake-News erkennen

Oh Göttin

fama2„Eine Göttin soll das Fake-News-Problem richten“, lese ich da in der Tageszeitung Die Presse. Hui, das klingt interessant!
Ein von der EU gefördertes Projekt arbeitet daran, eine Software-Lösung zu entwickeln, um Fake-News zu identifizieren. Benannt ist das Projekt nach Pheme, der altgriechischen Göttin des Ruhms und des Gerüchts.
Allein diese Kombination ist ja schon interessant – Ruhm und Gerücht. Offenbar untrennbar miteinander verbunden.
Und wenn etwas nach Göttinnen benannt ist, dann weckt das natürlich immer mein Interesse. Turnschuhe nach Nike, Margarine nach

Ursprünglichen Post anzeigen 884 weitere Wörter

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Der Messe-Business rollt – ich bin dabei!

Textflash - Mikaela Sandbergs unmögliche Autorenseite

Fragt ihr euch auch manchmal, warum es bei der Selfpublisher-Werbemaschinerie immer nur um Geld-Geld-Geld geht, aber kaum jemand einen Satz über Stil und Sprache verliert, geschweige denn Tipps dazu gibt? Dabei sind doch die Wörter das A und O in Büchern!

In den nächsten Tagen werde ich deshalb in meinen alten Posts wühlen und euch das eine oder andere „Best of“ präsentieren. Denn im Gegensatz zur Werbeindustrie in der Self-Publisher-Ecke sind Themen zur Sprache älter und vor allem langlebiger. Oder von mir aus auch nachhaltiger.

Und: Ja, ich werde auch ein wenig herumätzen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Sonst macht das Ganze ja keinen Spaß 🙂

Ursprünglichen Post anzeigen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Keinen Stress bei der Verlagswahl, sondern …

Textflash - Mikaela Sandbergs unmögliche Autorenseite

… Qualitätsbewusstsein.

Holla die Waldfee, mache ich jetzt einen auf nachträgliche Nestbeschmutzung?! Nope. ich erlaube mir einen Rückblick, den ich als Verlegerin nicht hätte machen können, weil man manche Sachen erst aus einer bestimmten Perspektive erkennt. Z.B. indem man sich als Autorin in der Welt herumtreibt.

Und meine Message lautet schlicht und ergreifend: Liebe Autorinnen, liebe Autoren! Wenn ihr einen Verlagsvertrag angeboten bekommt oder einen Lektor engagieren wollt, werft einen strengen Blick auf die Veröffentlichungen bzw. Referenzen. Das meine ich ganz, ganz ernst. Prüft nicht nur, ob die Texte spannend sind, sondern ob „Nebensächlichkeiten“ wie Kommasetzung oder Grammatik in den Texten berücksichtigt werden.

Wenn ihr euch selbst nicht sicher seid, dann macht die Probe aufs Exempel und fragt direkt, am besten im persönlichen Gespräch: „Wie sieht’s eigentlich mit der Semantik bei Ihnen aus?“ Oder: „Was halten Sie von Interpunktion?“ Oder: „Wie stehen Sie zu den bei Juli Zeh kritisierten Redundanzen?“

Ursprünglichen Post anzeigen 98 weitere Wörter

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Jede Geschichte wird besser mit einer Liebesgeschichte

MARCUS JOHANUS

Jede Geschichte wird besser mit einer Liebesgeschichte

Liebesgeschichten gehören nicht nur in den Liebesroman. Ich finde, jeder Roman wird besser durch eine Liebesgeschichte. Auch und gerade Thriller. Ich stehe da ganz in der Tradition Alfred Hitchcocks, der einmal gesagt hat, dass seine Filme im Kern Romanzen sind.

Liebesgeschichten sind als Subplot eine ideale Zutat für jeden Roman, weil berühren uns auf einer ganz grundlegenden  emotionalen Ebene berühren. Jeder sehnt sich nach Liebe und Partnerschaft. Deswegen wecken Liebesgeschichten automatisch das Interesse der Leserinnen und lassen sie mitfiebern.

Außerdem ist eine Hauptfigur ohne Liebesleben eine unvollständige Hauptfigur. Eine Liebesgeschichte rundet sozusagen jede Figur ab und macht sie dreidimensional.

Je nach Stimmung und Genre muss das nicht immer eine einfache Boy-Meets-Girl- und/oder Boy-Gets-Girl-Substory sein. Zu einem grimmigen Thriller könnte beispielsweise das Misslingen einer Partnerschaft dazugehören – oder deren plötzlicher Abbruch durch den Tod des Partners oder der Partnerin (womöglich durch die Hand des Schurken).

Realistische, sozialkritische Romane können auch zeigen, wie schwierig…

Ursprünglichen Post anzeigen 443 weitere Wörter

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen